| 简介:
部分中文西帕糖苷酶α滴注处方资料(仅供参考)
商品名:Pombiliti Infusionslösung
英文名:cipaglucosidase alfa
中文名:西帕糖苷酶α冻干粉输液
生产商:Amicus Therapeutics
药品简介
2023年06月27日,欧盟委员会(EC) 已批准Pombiliti(cipaglucosidase alfa)+Opfolda®(miglustat)组合,治疗患有晚发性庞贝氏症(酸性α-葡萄糖苷酶[GAA]缺乏症)的成年人。
Pombiliti(cipaglucosidase alfa)+Opfolda(miglustat)是一种双成分疗法,由 cipaglucosidase alfa组成,这是一种富含双M6P的rhGAA,通过M6P受体的高亲和力摄取,同时保留其加工成最活跃形式的能力酶和口服酶稳定剂miglustat旨在减少血液中酶活性的损失。在临床研究中,Pombiliti+Opfolda与肌肉骨骼和呼吸指标的改善相关。
晚发庞贝病(LOPD)是一种罕见的、使人衰弱且危及生命的溶酶体疾病,由酸性α-葡萄糖苷酶 (GAA) 缺乏引起。GAA水平降低会导致底物糖原在肌肉和其他组织的溶酶体中积聚。疾病的严重程度多种多样,但主要表现是骨骼肌无力和进行性呼吸系统受累。晚发性庞贝氏症可能会导致严重且令人衰弱的症状,伴随着全身进行性肌肉无力,并随着时间的推移而恶化,尤其是骨骼肌和控制呼吸的肌肉。
作用机制
庞贝病是由酸性α-葡萄糖苷酶(GAA)缺乏引起的,该酶在溶酶体中将糖原降解为葡萄糖。Ciaglucosidase alfa旨在取代缺失或受损的内源性酶。在输注富含双-M6P N-聚糖的水解糖原特异性酶以进行高亲和力阳离子非依赖性甘露糖-6-磷酸受体(CI-MPR)结合的过程中,通过miglustat将血液中酶活性的损失降至最低,从而稳定了Ciaglucosidase alfa。结合后,它在溶酶体中内化,在那里它经历蛋白水解切割和N-聚糖修剪,这两个过程都是产生最成熟和最活跃形式的GAA酶所必需的。然后,Ciaglucosidase alfa在切割糖原、减少肌内糖原和改善组织损伤方面发挥酶活性。
适应症
Pombiliti(Cipaglucoside alfa)是一种长期的酶替代疗法,与酶稳定剂miglustat联合使用,用于治疗成人晚发性Pompe病(酸性α-葡萄糖苷酶[GAA]缺乏症)。
用法与用量
治疗应由具有庞贝病或其他遗传性代谢或神经肌肉疾病患者管理经验的医生监督。
Ciaglucosidase alfa必须与米格鲁司特65mg硬胶囊联合使用。因此,在服用西葡糖苷酶α之前,应咨询米格鲁司特65 mg硬胶囊的产品特性总结(SmPC),包括胶囊数量(基于体重)、给药时间和禁食。
剂量
Cipaglucoside alfa的推荐剂量为每隔一周20mg/kg体重。应在服用米格鲁司特胶囊后1小时开始滴注西帕糖苷酶α。在输液延迟的情况下,从服用米格司他开始输液不应超过3小时。
图1。剂量时间线[见原说明资料]
★ 应在服用米格鲁司特胶囊后1小时开始滴注西帕糖苷酶α。在输液延迟的情况下,从服用米格司他开始输液不应超过3小时。
应根据对疾病所有临床表现的综合评估,定期评估患者对治疗的反应。如果反应不足或存在不可容忍的安全风险,则应考虑停药西帕糖苷酶α联合米格鲁司特治疗。这两种药品要么继续使用,要么停止使用。
从另一种酶替代疗法(ERT)转换患者
如果患者正在从另一种ERT转换为与米格鲁司特治疗相结合的Cipaglucoside alfa,则患者可以在下一个计划给药时间(即,上次ERT给药后约2周)开始接受Cipaglutoside alfa米格鲁特治疗。
应建议从另一种ERT转为与miglustat治疗联合使用的恶性葡萄糖苷酶α的患者继续进行与以前的ERT治疗一起使用的任何预处理,以最大限度地减少输液相关反应(IARs)。根据耐受性,可以修改术前用药。
错过剂量
如果在口服米格鲁司特后3小时内不能开始Cipagluta-alfa输注,则在服用米格鲁司特后至少24小时重新安排Cipaglutoase-alfa和米格鲁思特的治疗。如果恶性葡萄糖苷酶α和miglustat都错过了,应该尽快进行治疗。
特殊人群
肾脏和肝脏损伤
在肾和/或肝损伤患者中,尚未评估Cipagluta-alfa联合miglustat治疗的安全性和有效性。每隔一周给药时,由于中度或重度肾或肝损伤导致的血浆miglustat暴露量增加预计不会显著影响硫葡萄糖苷酶α暴露量,也不会以临床意义的方式影响硫葡萄苷酶α的疗效和安全性。肾损伤患者无需调整剂量。目前尚未对肝损伤患者使用恶性葡萄糖苷酶α的安全性和有效性进行评估,也无法为这些患者推荐特定的剂量方案。
老年人
在65岁以上的患者中,使用恶性葡萄糖苷酶α与米格司他联合治疗的经验有限。老年患者无需调整剂量。
儿科人群
恶性葡萄糖苷酶α联合米格鲁司特治疗18岁以下儿童患者的安全性和有效性尚未确定。没有可用的数据。
给药方法
Ciaglucosidase alfa通过静脉输注给药。
如果耐受的话,通常在4小时内输注20mg/kg剂量。输液应逐步进行。建议采用1mg/kg/小时的初始Citaglucoside alfa输注速率。如果没有IARs的迹象,则该输注速率可以大约每30分钟逐渐增加2mg/kg/hr,直到达到7mg/kg/hr的最大输注速率。输液速率应以患者先前在输液过程中的经验为指导。在轻度至中度IARs的情况下,输注速率可能会减慢或暂时停止。如果出现严重过敏、过敏反应、严重或严重IARs,应立即停止给药,并开始适当的治疗。
家庭输液
对于耐受性良好且几个月内没有中度或重度IARs病史的患者,可以考虑在家中输注市政葡萄糖苷酶α。让患者转移到家中输液的决定应在评估后并根据治疗医生的建议做出。在评估患者是否有资格接受家庭输液时,需要考虑患者的潜在合并症和遵守家庭输液要求的能力。应考虑以下标准:
•在医生看来,患者不得有可能影响患者耐受输液能力的持续并发疾病。
•患者被认为身体稳定。在开始家庭输液之前,必须完成全面的评估。
•患者必须在具有Pompe患者管理专业知识的医生的监督下,在医院或其他适当的门诊护理环境中接受了几个月的Cipaglucoside alfa输注。记录耐受性良好的输液模式是开始家庭输液的先决条件。
•患者必须愿意并能够遵守家庭输液程序。
•必须建立家庭输液基础设施、资源和程序,包括培训,并向医疗专业人员提供。在家庭输液期间和输液后的指定时间内,医疗保健专业人员应随时待命,这取决于患者在开始家庭输液前的耐受性。
如果患者在家庭输液过程中出现不良反应,应立即停止输液过程,并开始适当的医疗治疗。随后的输液可能需要在医院或适当的门诊护理环境中进行,直到没有出现此类不良反应。在未咨询主管医师的情况下,不得更改剂量和输液率。
稀释前的复原产品呈现为澄清至乳白色、无色至微黄色的溶液。有关给药前药品的重组和稀释说明。
禁忌症
•当再次激发不成功时,对活性物质或列出的任何赋形剂产生危及生命的超敏反应。
•miglustat禁忌症。
定性和定量组成
一小瓶含有105毫克的Cipaglucoside alfa。重构每个小瓶后,浓缩溶液含有15mgCipa-葡萄糖苷酶alfa*每毫升。
保质期
未打开的容器
3年
重组药品
重构后,化学、物理和微生物在使用中的稳定性已在2°C至8°C下证明24小时。
从微生物学的角度来看,应立即使用复原产品。如果不立即用于稀释,稀释前的使用储存时间和条件由用户负责,在2°C至8°C的温度下通常不会超过24小时。
稀释药品
重构后稀释后,化学、物理和微生物在使用中的稳定性已证明在0.5mg/mL至4mg/mL之间,在2°C至8°C下保持24小时,然后在室温(最高25°C)下保持6小时,以便输液。
无菌技术的使用
从微生物学的角度来看,该药品应立即使用。如果不立即使用,使用中的储存时间和条件由用户负责,在2°C至8°C的温度下通常不超过24小时,然后在室温(最高25°C)下不超过6小时,以便输液。
不要将重组小瓶或稀释的Cita葡糖苷酶alfa溶液冷冻在输液袋中。
储存的特殊注意事项
储存在冰箱中(2°C-8°C)。
将小瓶放在外纸箱中以避光。
有关药品重构和稀释后的储存条件。
容器的性质和内容
105mg浓缩液粉末,用于在20mL中性硼硅酸盐透明I型玻璃小瓶中浸泡的溶液,用20mm氯丁基橡胶塞密封,并用带深灰色塑料按钮的铝盖密封
包含1、10和25个小瓶的包装。
上市持证症
Amicus Therapeutics UK Limited

请参阅随附的Pombiliti完整处方信息:
https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/pombiliti-
epar-product-information_en.pdf
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Pombiliti 105mg, Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 1Stk,CHF:2712.25 10Stk CHF:27056.50
Amicus Therapeutics Switzerland GmbH
Zusammensetzung
Wirkstoffe
Cipaglucosidase alfa*
* Humane saure α-Glucosidase mit bis-phosphorylierten N-Glykanen (bis-M6P) wird in Ovarialzellen des chinesischen Hamsters (CHO) mittels rekombinanter DNA-Technologie hergestellt.
Hilfsstoffe
Natriumcitrat (E331), Citronensäure-Monohydrat (E330), Mannitol (E421), Polysorbat 80 (E433).
Jede Durchstechflasche enthält 10,5 mg Natrium.
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Zur intravenösen Infusion.
Weisses bis leicht gelbliches lyophilisiertes Pulver.
Eine Durchstechflasche enthält 105 mg Cipaglucosidase alfa.
Nach der Rekonstitution der Durchstechflasche (siehe Abschnitt «Hinweise für die Handhabung») enthält die konzentrierte Lösung 15 mg Cipaglucosidase alfa pro ml.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Pombiliti (Cipaglucosidase alfa) ist eine langfristige Enzymersatztherapie zur Anwendung in Kombination mit dem Enzymstabilisator Miglustat zur Behandlung von Erwachsenen mit Morbus Pompe (Mangel an saurer α-Glucosidase [GAA]) der späten Verlaufsform (late-onset Pompe disease, LOPD).,
Dosierung/Anwendung
Die Behandlung sollte von einem Arzt bzw. einer Ärztin überwacht werden, der/die über Erfahrung in der Versorgung von Patienten mit Morbus Pompe oder anderen erblichen Stoffwechselerkrankungen oder neuromuskulären Erkrankungen verfügt.
Cipaglucosidase alfa muss in Kombination mit Miglustat 65 mg Hartkapseln angewendet werden. Aus diesem Grund sind vor der Gabe von Cipaglucosidase alfa der Fachinformation für Miglustat 65 mg Hartkapseln die Anzahl der Kapseln (auf Basis des Körpergewichts), die Einnahmezeit und Anforderungen bezüglich Nüchternzustand zu entnehmen.
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen, Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Übliche Dosierung
Die empfohlene Dosis Cipaglucosidase alfa beträgt 20 mg/kg Körpergewicht jede zweite Woche. Die Pombiliti-Infusion beginnt 1 Stunde nach der Einnahme der Miglustat-Kapseln. Kommt es bei der Infusion zu einer Verzögerung, darf der Beginn der Infusion nicht mehr als 3 Stunden nach der Einnahme von Miglustat liegen.
Abbildung 1. Verabreichungszeitplan
* Die Cipaglucosidase alfa-Infusion beginnt 1 Stunde nach der Einnahme der Miglustat-Kapseln. Kommt es bei der Infusion zu einer Verzögerung, darf der Beginn der Infusion nicht mehr als 3 Stunden nach der Einnahme von Miglustat liegen.
Das Ansprechen des Patienten auf die Behandlung sollte regelmässig basierend auf einer umfassenden Beurteilung aller klinischen Manifestationen der Erkrankung untersucht werden. Bei unzureichendem Ansprechen oder nicht tolerierbaren Sicherheitsrisiken ist ein Abbruch der Behandlung mit Cipaglucosidase alfa in Kombination mit Miglustat zu erwägen, siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen». Es sind beide Arzneimittel entweder weiter zu verabreichen oder abzusetzen.
Umstellung von Patienten von einer anderen Enzymersatztherapie (ERT)
Wenn der Patient von einer anderen ERT auf eine Behandlung mit Cipaglucosidase alfa in Kombination mit Miglustat umgestellt wird, kann die Cipaglucosidase-alfa-Miglustat-Therapie zum nächsten geplanten Dosierungszeitpunkt (d.h. etwa 2 Wochen nach der letzten ERT-Verabreichung) begonnen werden.
Patienten, die von einer anderen ERT auf eine Behandlung mit Cipaglucosidase alfa in Kombination mit Miglustat umgestellt worden sind, sind anzuweisen, alle Prämedikationen, die bei der vorherigen ERT-Therapie angewendet wurden, weiterhin einzunehmen, um infusionsassoziierte Reaktionen (IARs) zu minimieren. Je nach Verträglichkeit kann die Prämedikation angepasst werden, siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Versäumte Dosis
Wenn die Cipaglucosidase-alfa-Infusion nicht innerhalb von 3 Stunden nach der oralen Einnahme von Miglustat begonnen werden kann, ist die Behandlung mit Cipaglucosidase alfa und Miglustat um mindestens 24 Stunden nach der Einnahme von Miglustat zu verschieben. Wenn sowohl Cipaglucosidase alfa als auch Miglustat versäumt wurden, sollte die Behandlung so bald wie möglich erfolgen.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen
Die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung mit Cipaglucosidase alfa in Kombination mit Miglustat wurden bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion nicht untersucht. Bei einer Verabreichung alle zwei Wochen ist nicht zu erwarten, dass eine erhöhte Plasma-Miglustat-Exposition infolge einer mittelschweren oder schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörung die Cipaglucosidase-alfa-Exposition nennenswert beeinflusst, oder die Wirksamkeit und Sicherheit von Cipaglucosidase alfa in klinisch bedeutsamer Weise beeinträchtigt. Bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cipaglucosidase alfa bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörung wurden nicht beurteilt; hier kann kein spezielles Dosierungsschema empfohlen werden.
Ältere Patienten
Es gibt nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Cipaglucosidase alfa in Kombination mit Miglustat bei Patienten über 65 Jahren. Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich, (siehe Abschnitt «Pharmakokinetik»).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cipaglucosidase alfa in Kombination mit Miglustat bei pädiatrischen Patienten unter 18 Jahren sind bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Cipaglucosidase alfa wird mittels intravenöser Infusion verabreicht.
Die Infusion der Dosis von 20 mg/kg erfolgt üblicherweise über einen Zeitraum von 4 Stunden, wenn vertragen. Die Infusion sollte schrittweise verabreicht werden. Es wird eine anfängliche Cipaglucosidase-alfa-Infusionsrate von 1 mg/kg/Std. empfohlen. Die Infusionsrate kann schrittweise um 2 mg/kg/Std. etwa alle 30 Minuten erhöht werden, wenn keine Anzeichen von IARs vorliegen, bis eine maximale Infusionsrate von 7 mg/kg/Std. erreicht ist. Die Infusionsrate sollte sich nach den vorherigen Erfahrungen des Patienten während der Infusion richten. Die Infusionsrate kann verlangsamt werden oder die Infusion kann vorübergehend gestoppt werden, wenn leichte bis mittelschwere IARs auftreten. Bei schweren allergischen Reaktionen, Anaphylaxie, schwerwiegenden oder schweren IARs ist die Verabreichung sofort abzubrechen und eine angemessene medizinische Behandlung einzuleiten, siehe Abschnitte «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Heiminfusion
Eine Heiminfusion von Cipaglucosidase alfa kann für Patienten in Betracht gezogen werden, die ihre Infusionen gut vertragen und bei denen seit einigen Monaten keine mittelschweren oder schweren IARs aufgetreten sind. Die Entscheidung darüber, ob ein Patient Infusionen zu Hause erhält, sollte nach Beurteilung und Empfehlung durch den behandelnden Arzt getroffen werden. Die zugrundeliegenden Begleiterkrankungen eines Patienten und seine Fähigkeit, die Anforderungen für die Heiminfusion zu erfüllen, sind bei der Entscheidung zu berücksichtigen, ob der Patient für eine Heiminfusion infrage kommt. Die folgenden Kriterien sind zu berücksichtigen:
•Der Patient darf keine gleichzeitige Erkrankung haben, die nach Ansicht des Arztes die Verträglichkeit der Infusion beeinträchtigen könnte.
•Der Patient gilt als medizinisch stabil. Vor Beginn der Heiminfusion muss eine umfassende Beurteilung durchgeführt werden.
•Der Patient muss einige Monate lang Cipaglucosidase-alfa-Infusionen unter Aufsicht eines Arztes mit Erfahrung in der Behandlung von Pompe-Patienten erhalten haben, etwa in einem Krankenhaus oder in einer anderen geeigneten ambulanten Einrichtung. Der Nachweis von regelmässig gut vertragenen Infusionen ist eine Voraussetzung für den Umstieg auf Heiminfusion.
•Der Patient muss bereit und in der Lage sein, die Verfahren für die Heiminfusion einzuhalten.
•Infrastruktur, Ressourcen und Verfahren, einschliesslich Schulung für die Heiminfusion müssen vorhanden sein und der medizinischen Fachkraft zur Verfügung stehen. Die medizinische Fachkraft muss während der Heiminfusion und, abhängig von der Toleranz des Patienten vor Beginn der Heiminfusion, für eine bestimmte Zeit nach der Infusion stets verfügbar sein.
Wenn der Patient während der Heiminfusion Nebenwirkungen verzeichnet, sollte der Infusionsvorgang sofort abgebrochen und eine angemessene medizinische Behandlung eingeleitet werden (siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Nachfolgende Infusionen müssen möglicherweise in einem Krankenhaus oder in einer geeigneten ambulanten Einrichtung stattfinden, bis keine derartigen Nebenwirkungen mehr auftreten. Dosis und Infusionsrate dürfen ohne Rücksprache mit dem verantwortlichen Arzt nicht verändert werden.
Das rekonstituierte Arzneimittel vor der Verdünnung ist eine klare bis opaleszente, farblose bis leicht gelbe Lösung. Für Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt «Hinweise für die Handhabung».
Kontraindikationen
•Lebensbedrohliche Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Hilfsstoffe, wenn eine Reexposition nicht erfolgreich war, siehe Abschnitte «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Unerwünschte Wirkungen».
•Kontraindikation für Miglustat.
Präklinische Daten
Basierend auf konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie und zur Toxizität bei einmaliger und wiederholter Gabe lassen die präklinischen Daten zu Cipaglucosidase alfa keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Es wurden keine Studien zur Gentoxizität und Kanzerogenität mit Cipaglucosidase alfa durchgeführt.
Reproduktions- und Entwicklungstoxikologie
In einer Studie mit männlichen Ratten hatte Cipaglucosidase alfa allein oder in Kombination mit Miglustat keinen Einfluss auf die Spermatogenesebei Ratten.
In einer Studie zur Fertilität und frühen Embryonalentwicklung bei Ratten wurde ein erhöhter Präimplantationsverlust sowohl bei Miglustat allein als auch in der Kombinationsbehandlungsgruppe beobachtet und als Miglustat-bedingt angesehen. Für die Kombinationsbehandlung betrugen die Expositionsabstände bei der maximal empfohlenen Dosis beim Menschen (maximum recommended human dose, MRHD) von Cipaglucosidase alfa und Miglustat das 27-Fache bzw. 4-Fache, basierend auf der Plasma-AUC-Exposition. Es gab für diesen Effekt keinen No-observed-adverse-effect-level (NOAEL) in der Kombinationsgruppe.
In einer Studie zur embryofötalen Entwicklung wurden bei trächtigen Ratten oder deren Nachkommen keine schädlichen Befunde beobachtet, die direkt auf Cipaglucosidase alfa oder Miglustat zurückzuführen waren.
In einer embryofötalen Entwicklungsstudie bei Kaninchen wurden sowohl in der Kombinationsgruppe als auch in der nur mit Miglustat behandelten Gruppe Auswirkungen auf die Muttertiere einschliesslich einer verringerten Futteraufnahme und Körpergewichtszunahme festgestellt. Die Kombination von Cipaglucosidase alfa und Miglustat (aber nicht Cipaglucosidase alfa ohne Miglustat) führte bei Kaninchenföten zu vermehrten kardiovaskulären Fehlbildungen (Atresie des Truncus pulmonalis, Ventrikelseptumdefekt und Dilatation des Aortenbogens), dabei entsprach die Exposition dem 16-Fachen bzw. 3-Fachen der MRHD von Cipaglucosidase alfa bzw. Miglustat, basierend auf einer Einzeldosis oder dem 112-Fachen bzw. 21-Fachen der MRHD, basierend auf der kumulativen Dosis. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass die bei den Kaninchen beobachteten schädlichen Auswirkungen nach einmaliger Exposition gegenüber der Kombination aufgetreten sein könnten. Für die Kombinationsgruppe konnte kein NOAEL ermittelt werden, da nur eine Kombinationsdosis getestet wurde.
In einer Studie zur prä- und postnatalen Entwicklung bei Ratten wurden keine schädlichen Auswirkungen auf die Muttertiere oder auf die postnatale Entwicklung beobachtet, die sich direkt auf Cipaglucosidase alfa oder Miglustat zurückführen liessen. Bei Untersuchung der Milch von Ratten aus der Kombinationsbehandlungsgruppe zeigte sich eine Sekretion von Miglustat und eine Ausscheidung von Cipaglucosidase alfa in die Muttermilch. 2,5 Stunden nach der Dosisgabe betrug das Verhältnis der Cipaglucosidase alfa-Exposition in der Milch der Ratten zum Plasma 0,038.
Sonstige Hinweise
Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Haltbarkeit nach Anbruch
Rekonstituiertes Arzneimittel
Nach der Rekonstitution wurde eine chemische, physikalische und mikrobiologische Gebrauchsstabilität über 24 Stunden bei 2°C bis 8°C belegt.
Aus mikrobiologischer Sicht ist das rekonstituierte Arzneimittel sofort zu verwenden. Wird es nicht sofort zur Verdünnung verwendet, liegen die Zeiträume und Bedingungen der Gebrauchsaufbewahrung vor der Verdünnung in der Verantwortung des Anwenders. Das rekonstituierte Arzneimittel ist in der Regel höchstens 24 Stunden bei 2°C bis 8°C aufzubewahren.
Verdünntes Arzneimittel
Nach der Verdünnung im Anschluss an die Rekonstitution wurde eine chemische, physikalische und mikrobiologische Gebrauchsstabilität zwischen 0,5 mg/ml und 4 mg/ml über 24 Stunden bei 2°C bis 8°C belegt, gefolgt von einer Standzeit von 6 Stunden bei Raumtemperatur (bis zu 25°C) für die Infusion.
Die rekonstituierte Durchstechflasche oder die verdünnte Cipaglucosidase-alfa-Lösung im Infusionsbeutel darf nicht eingefroren werden.
Besondere Lagerungshinweise
Im Kühlschrank (2–8°C) lagern.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt «Haltbarkeit nach Anbruch».
Hinweise für die Handhabung
Eine ausführliche Gebrauchsinformation findet sich am Ende der Fachinformation.
Zulassungsnummer
67804 (Swissmedic)
Zulassungsinhaberin
Amicus Therapeutics Switzerland GmbH
Hinweise für die Handhabung
Vorbereitung vor der Infusion
Aseptische Arbeitsweise anwenden.
Jede Durchstechflasche Pombiliti ist nur für den einmaligen Gebrauch vorgesehen.
Berechnung der Dosis
Berechnen Sie die Anzahl der zu rekonstituierenden Pombiliti-Durchstechflaschen auf Basis des Körpergewichts des Patienten.
1.Körpergewicht des Patienten (kg) x Dosis (mg/kg) = Patientendosis (mg)
2.Patientendosis (in mg) geteilt durch 105 (mg pro Durchstechflasche) = Anzahl der zu rekonstituierenden Durchstechflaschen
•Ergibt die Berechnung keine ganze Zahl, runden Sie die Anzahl der Durchstechflaschen auf die nächste ganze Zahl auf.
Beispiel: bei einem 65 kg schweren Patienten und einer Dosis von 20 mg/kg.
•Patientendosis (mg): 65 kg x 20 mg/kg = 1300 mg Gesamtdosis
•Anzahl der Durchstechflaschen zur Rekonstitution: 1300 geteilt durch 105 mg pro Durchstechflasche = 12,38 Durchstechflaschen, aufrunden auf 13 Durchstechflaschen.
•Entnehmen Sie aus den ersten 12 Durchstechflaschen jeweils 7,0 ml; 0,38 Durchstechflaschen x 7,0 ml = 2,66 ml, gerundet auf 2,7 ml, aus der 13. Durchstechflasche.
Was Sie für die Rekonstitution und Verdünnung benötigen
•Pombiliti 105 mg Durchstechflaschen
•Steriles Wasser für Injektionszwecke mit Raumtemperatur von 20°C bis 25°C
•9mg/ml (0,9%) Natriumchlorid-Infusionslösung mit Raumtemperatur von 20°C bis 25°C
Hinweis: Wählen Sie eine Beutelgrösse auf Basis des Körpergewichts des Patienten.
•Eine Nadel mit 18 Gauge oder weniger Durchmesser
Was Sie vor der Rekonstitution tun müssen
•Pombiliti Durchstechflaschen aus dem Kühlschrank (2–8°C) nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen (in etwa 30 Minuten bei 20°C bis 25°C).
•Nicht verwenden, wenn das lyophilisierte Pulver verfärbt ist, der Verschluss beschädigt ist oder die Kunststoffscheibe von der Überbördelung entfernt wurde.
Rekonstitution des lyophilisierten Pulvers
1.Rekonstituieren Sie jedes Fläschchen durch langsame tropfenweise Zugabe von 7,2 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke an der Innenseite der Durchstechflasche und nicht direkt auf das lyophilisierte Pulver. Vermeiden Sie ein Aufprallen des sterilen Wassers für Injektionszwecke auf das lyophilisierte Pulver sowie Schaumbildung.
2.Kippen und drehen Sie jede Durchstechflasche vorsichtig, um das Pulver aufzulösen. Nicht umdrehen, schwenken oder schütteln. Die Rekonstitution des lyophilisierten Pulvers dauert normalerweise 2 Minuten.
3.Prüfen Sie die rekonstituierten Durchstechflaschen auf Partikel und Verfärbung. Die rekonstituierte Menge erscheint als klare bis opaleszente, farblose bis leicht gelbliche Lösung, frei von Fremdpartikeln und praktisch frei von weissen bis durchscheinenden Partikeln. Sie darf nicht verwendet werden, wenn bei der unmittelbaren Inspektion Fremdpartikel gefunden werden oder wenn die Lösung verfärbt ist. Der pH-Wert der rekonstituierten Lösung beträgt etwa 6,0.
4.Wiederholen Sie die obigen Schritte mit der für die Verdünnung benötigten Anzahl von Durchstechflaschen.
Verdünnung und Vorbereitung des Infusionsbeutels
1.Wählen Sie einen intravenösen (i.v.) Beutel mit ausreichendem Volumen für eine Endkonzentration im Bereich von 0,5 mg/ml bis 4 mg/ml für die verdünnte Cipaglucosidase-alfa-Lösung zur i.v. Infusion.
2.Entfernen Sie Luft aus dem Infusionsbeutel. Entnehmen Sie so viel 9 mg/ml (0,9%) Natriumchlorid-Injektionslösung, wie das Gesamtvolumen (ml) von rekonstituiertem Cipaglucosidase alfa ausmacht.
3.Das rekonstituierte Volumen ermöglicht die exakte Entnahme von 7,0 ml (entsprechend 105 mg) aus jeder Durchstechflasche. Unter Verwendung einer Spritze mit einem Nadeldurchmesser von höchstens 18 Gauge ziehen Sie langsam die rekonstituierte Lösung aus den Durchstechflaschen, einschliesslich der weniger als 7,0 ml aus der nicht zur Gänze benötigten Durchstechflasche, bis die Patientendosis erreicht ist. Vermeiden Sie Schaumbildung in der Spritze. Verwerfen Sie die verbleibende rekonstituierte Lösung in der letzten Durchstechflasche.
4.Injizieren Sie langsam die rekonstituierte Cipaglucosidase-alfa-Lösung direkt in den Beutel mit 9 mg/ml (0,9%) Natriumchlorid-Injektionslösung. Nicht direkt in die eventuell im Infusionsbeutel verbliebene Luft spritzen.
5.Den Beutel vorsichtig umdrehen oder massieren, um die verdünnte Lösung zu mischen. Den Infusionsbeutel nicht schütteln oder zu stark bewegen. Der Infusionsbeutel darf nicht über eine Rohrpostanlage transportiert werden.
6.Wiederholen Sie die Schritte mit dem/den restlichen Infusionsbeutel(n), um das Gesamtvolumen (ml) der für die Patientendosis erforderlichen rekonstituierten Cipaglucosidase-alfa-Lösung zu erreichen.
Die Infusionslösung sollte so bald wie möglich nach der Zubereitung der Verdünnung bei Raumtemperatur verabreicht werden, siehe Abschnitt «Dosierung/Anwendung».
Vorbereitung für die Verabreichung
Wenn die Infusion nicht nach der Verdünnung begonnen werden kann, ist die verdünnte Lösung bis zu 24 Stunden bei 2°C bis 8°C gekühlt stabil. Eine Lagerung bei Raumtemperatur wird nicht empfohlen, siehe Aufbewahrungsbedingungen für die Gebrauchsstabilität. Nicht einfrieren oder schütteln.
Der verdünnte Cipaglucosidase alfa enthaltende Beutel mit 9 mg/ml (0,9%) Natriumchlorid-Injektionslösung wird mittels Infusionspumpe verabreicht.
Prüfen Sie den Infusionsbeutel vor der Infusion auf etwaige Schaumbildung und warten Sie gegebenenfalls, bis der Schaum weg ist. Vermeiden Sie jedes Schütteln und handhaben Sie den Infusionsbeutel vorsichtig, um Schaumbildung zu vermeiden.
Es sollte ein intravenöses Verabreichungsset mit einem 0,2-μm-Inline-Filter mit geringer Proteinbindungskapazität verwendet werden. Wechseln Sie bei einer Blockade des intravenösen Zugangs während der Infusion den Filter.
Andere Arzneimittel dürfen nicht über denselben intravenösen Zugang wie die verdünnte Cipaglucosidase-alfa-Lösung infundiert werden.
Verabreichung
Die Pombiliti-Infusion beginnt 1 Stunde nach der Einnahme von Miglustat-Kapseln. Kommt es bei der Infusion zu einer Verzögerung, darf der Beginn der Infusion nicht mehr als 3 Stunden nach der Einnahme von Miglustat liegen.
Die empfohlene Pombiliti-Dosis beträgt 20 mg/kg Körpergewicht einmal alle 2 Wochen als intravenöse Infusion.
Die Infusionen sind mit ansteigender Rate zu verabreichen. Es wird empfohlen, die Infusion mit einer anfänglichen Rate von 1 mg/kg/Std. zu beginnen und schrittweise um 2 mg/kg/Std. alle 30 Minuten zu erhöhen, wenn keine Anzeichen von IARs (infusionsassoziierten Reaktionen) vorliegen, bis eine maximale Rate von 7 mg/kg/Std. erreicht ist.
Entsorgung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
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