2022年09月16日,欧盟委员会 (EC) 已批准Opdualag (nivolumab & relatlimab) 的固定剂量组合,用于肿瘤细胞PD-L1表达<1%的晚期(不可切除或转移性)成人和12岁及以上青少年的黑色素瘤。
黑色素瘤(Melanoma)是一种皮肤癌,其特征是位于皮肤中的色素生成细胞(黑色素细胞)不受控制地生长。转移性黑色素瘤是最致命的疾病形式,当癌症扩散到皮肤表面以外的其他器官时就会发生。
Opdualag是程序性死亡-1抑制剂nivolumab(抗PD-1)和淋巴细胞活化基因-3抑制剂relatlimab(抗LAG-3)的固定剂量组合(FDC)。
PD-1配体PD-L1和PD-L2与T细胞上发现的PD-1受体的结合抑制了T细胞增殖和细胞因子的产生。PD-1配体的上调发生在一些肿瘤中,通过这一途径发出信号可能有助于抑制肿瘤的主动T细胞免疫监视。纳武单抗是一种人IgG4单克隆抗体,与PD-1受体结合,阻断与其配体PD-L1和PD-L2的相互作用,并减少PD-1途径介导的免疫反应抑制,包括抗肿瘤免疫反应。在同基因小鼠肿瘤模型中,
阻断PD-1活性导致肿瘤生长减少。Relatlimab是一种人IgG4单克隆抗体,与LAG-3受体结合,阻断其与配体(包括MHC II)的相互作用,并减少LAG-3途径介导的免疫反应抑制。该途径的拮抗作用促进T细胞增殖和细胞因子分泌。
成人和12岁及以上儿童患者的推荐剂量为480mg纳武单抗和160mg relatlimab,每4周静脉输注30分钟。该剂量适用于12岁及以上体重至少30公斤的儿科患者。
从微生物学的角度来看,无论使用何种稀释剂,制备的输液溶液都应立即使用。如果不立即使用,使用前的使用储存时间和条件由用户负责,通常在2°C至8°C下不超过24小时,除非在受控和验证的无菌条件下进行制备。
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Opdualag(80mg Relatlimab/240mg Nivolumab pro 20ml), Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung,Durchstechflasche 20ml CHF:11960.15
Bristol-Myers Squibb SA
Zusammensetzung
Wirkstoffe
Nivolumab und Relatlimab sind humane Immunoglobulin G4 (IgG4) monoklonale Antikörper (HuMAb), durch rekombinante DNA Technologie hergestellt in Chinese Hamster Ovary Zellen.
Hilfsstoffe
Histidinum (aus gentechnisch veränderten/m Zuckerrüben, Mais oder Soja hergestellt), Histidini hydrochloridum monohydricum (aus gentechnisch veränderten/m Zuckerrüben, Mais oder Soja hergestellt), Saccharum (aus gentechnisch veränderten Zuckerrüben hergestellt), Acidum penteticum, Polysorbatum 80, Aqua ad iniectabilia.
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (i.v.; steriles Konzentrat).
Klare bis opaleszierende, farblose bis blassgelbe Flüssigkeit, die (wenige) helle Partikel enthalten kann. Die Lösung hat einen pH-Wert von etwa 5,8 und eine Osmolalität von ungefähr 310 mOsm/kg.
Jeder ml Konzentrat enthält 12 mg Nivolumab und 4 mg Relatlimab.
Eine Durchstechflasche von 20 ml enthält 240 mg Nivolumab und 80 mg Relatlimab.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Opdualag ist für die Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit nicht resezierbarem oder metastasiertem Melanom indiziert (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
Dosierung/Anwendung
Die Behandlung muss von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung von Krebs eingeleitet und überwacht werden.
Übliche Dosierung
Die empfohlene Dosierung von Opdualag ist:
Erwachsene Patienten: Opdualag (480 mg Nivolumab und 160 mg Relatlimab) alle 4 Wochen verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten.
Therapiedauer
Die Behandlung mit Opdualag sollte so lange fortgesetzt werden, wie ein klinischer Nutzen beobachtet wird oder bis die Behandlung vom Patienten nicht mehr toleriert wird.
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
Eine Erhöhung oder Reduktion der Dosis wird nicht empfohlen. Eine Verzögerung der Dosierung oder ein Absetzen kann basierend auf der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit erforderlich sein. Richtlinien für das dauerhafte Absetzen oder das Aufschieben von Dosen sind in Tabelle 1 beschrieben. Ausführliche Richtlinien zum Umgang mit immunvermittelten unerwünschten Wirkungen sind in der Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» beschrieben.
Präklinische Daten
Genotoxizität / Kanzerogenität
Weder mit Nivolumab noch Relatlimab wurden Mutagenitäts- oder Karzinogenitätsstudien durchgeführt. Da es sich um Antikörper handelt, wird keine direkte Interaktion mit der DNA erwartet.
Reproduktionstoxitität
Es wurden keine speziellen Studien zur Reproduktionstoxizität mit Nivolumab in Kombination mit Relatlimab durchgeführt.
Relatlimab
Es liegen keine tierexperimentellen Daten zur Wirkung von Relatlimab auf Trächtigkeit und Fortpflanzung vor. Allerdings wurden die Auswirkungen von murinen Anti-LAG 3-Antikörpern in Mäusen unter Verwendung von syngenen und allogenen Zuchtmodellen untersucht. Anti-LAG-3-Antikörper waren gut verträglich, wenn sie ab dem 6. Trächtigkeitstag verabreicht wurden. Weder bei syngenen noch bei allogenen Züchtungen traten mütterliche oder entwicklungsbezogene Effekte auf. Die Auswirkungen von Relatlimab auf die pränatale und postnatale Entwicklung wurden nicht untersucht. Jedoch kann die Blockade von LAG-3 mit Relatlimab, basierend auf dem Wirkmechanismus, einen ähnlichen negativen Effekt auf die Schwangerschaft haben wie Nivolumab. Es wurden keine Fertilitätsstudien mit Relatlimab durchgeführt.
Nivolumab
Die Blockade des PD-1/PD-L1-Signalwegs hat in Mausmodellen zur Schwangerschaft gezeigt, dass sie die Toleranz gegenüber dem Fetus stört und die Häufigkeit von Fehlgeburten erhöht. Die Auswirkungen von Nivolumab auf die pränatale und postnatale Entwicklung wurden bei Affen untersucht, die vom Beginn der Organogenese im ersten Trimester bis zur Geburt, zweimal wöchentlich Nivolumab erhielten. Dabei waren die Expositionslevel entweder 8- oder 35-mal höher als jene, die bei der klinischen Dosis von 3 mg/kg Nivolumab (basierend auf der AUC) beobachtet wurden. Es gab einen dosisabhängigen Anstieg der Häufigkeit von Fehlgeburten und eine erhöhte neonatale Sterblichkeit ab dem dritten Trimenon.
Die verbleibenden Nachkommen der mit Nivolumab behandelten Weibchen überlebten bis zum planmässigen Abbruch, ohne behandlungsbedingte klinische Symptome, Veränderungen der normalen Entwicklung, Auswirkungen auf das Organgewicht oder makro- und mikroskopische pathologische Veränderungen. Die Ergebnisse für Wachstumsindizes sowie teratogene, neurologische, immunologische und klinisch-pathologische Parameter während des gesamten 6-monatigen postnatalen Zeitraums waren mit denen der Kontrollgruppe vergleichbar. Aufgrund des Wirkmechanismus kann jedoch die fetale Exposition gegenüber Nivolumab und in ähnlicher Weise auch Relatlimab, das Risiko für die Entwicklung immunbezogener Störungen oder die Veränderung der normalen Immunantwort erhöhen. Bei PD-1 und PD-1/LAG-3 Knockout-Mäusen wurde über immunvermittelte Störungen berichtet. Fertilitätsstudien wurden mit Nivolumab nicht durchgeführt.
Sonstige Hinweise
Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien vorliegen, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden. Opdualag sollte nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln zusammen über denselben intravenösen Zugang verabreicht werden.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Haltbarkeit nach Anbruch
Nach dem Öffnen: Aus mikrobiologischer Perspektive muss das Arzneimittel nach dem Öffnen sofort infundiert oder verdünnt und infundiert werden.
Nach der Vorbereitung der Infusion: Die Verabreichung der Opdualag-Infusion muss innerhalb 24 h nach der Vorbereitung abgeschlossen werden. Wenn die Infusionslösung nicht sofort verwendet wird, kann sie im Kühlschrank (2-8°C) und vor Licht geschützt für maximal 24 h gelagert werden (maximal 8 h der gesamten 24 h Lagerung können bei Raumtemperatur (15‑25°C) und Raumlicht erfolgen - der maximale Zeitraum von 8 h bei Raumtemperatur und Raumlicht muss den Zeitraum für die Verabreichung des Produkts umfassen).
Besondere Lagerungshinweise
Im Kühlschrank (2-8°C) lagern.
Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren.
Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Die ungeöffnete Durchstechflasche kann bei kontrollierter Raumtemperatur von bis zu 25°C und bei Raumlicht bis zu 72 h gelagert werden.
Hinweise für die Handhabung
Opdualag wird als Einzeldosis-Durchstechflasche geliefert und enthält keine Konservierungsmittel. Aseptische Techniken müssen eingehalten werden.
Opdualag kann zur intravenösen Verabreichung verwendet werden, entweder:
unverdünnt nach Umfüllen in einen Infusionsbehälter mit einer geeigneten sterilen Spritze oder
nach Verdünnung gemäss folgenden Anweisungen:
Die endgültige Konzentration der Infusion sollte zwischen 3 mg/ml Nivolumab und 1 mg/ml Relatlimab bis 12 mg/ml Nivolumab und 4 mg/ml Relatlimab liegen.
Das Gesamtvolumen der Infusion darf 160 ml nicht überschreiten. Bei erwachsenen Patienten unter 40 kg darf das Gesamtvolumen der Infusion 4 ml pro Kilogramm des Patientengewichts nicht überschreiten.
Das Opdualag-Konzentrat kann verdünnt werden mit entweder:
Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9%) für Injektionszwecke oder
Glukoselösung 50 mg/ml (5%) für Injektionszwecke.
Zubereitung der Infusion
Untersuchen Sie das Opdualag-Konzentrat auf Schwebestoffteilchen oder Verfärbung. Die Durchstechflasche nicht schütteln. Opdualag ist eine klare bis opaleszierende, farblose bis blass gelbe Flüssigkeit. Die Durchstechflasche ist zu entsorgen, wenn die Lösung eine Trübung, Verfärbung oder Schwebstoffteilchen, ausgenommen wenige durchscheinend bis weissliche Partikel, aufweist.
Ziehen Sie die erforderliche Menge Opdualag-Konzentrat mithilfe einer geeigneten sterilen Spritze auf und füllen Sie das Konzentrat in einen sterilen Infusionsbehälter (Ethylvinylacetat (EVA), Polyvinylchlorid (PVC), oder Polyolefin).
Verdünnen Sie das Konzentrat gegebenenfalls mit der benötigten Menge Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9%) für Injektionszwecke oder Glukoselösung 50 mg/ml (5%) für Injektionszwecke. Zur Erleichterung der Zubereitung kann das Konzentrat auch direkt in einen vorgefüllten Beutel überführt werden, der das entsprechende Volumen an Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9%) für Injektionszwecke oder Glukoselösung 50 mg/ml (5%) für Injektionszwecke enthält.
Infusionslösung vorsichtig durch manuelle Drehung mischen. Nicht schütteln.
Verabreichung
Die Opdualag-Infusionslösung darf nicht als intravenöse Druck- oder Bolusinjektion verabreicht werden.
Verabreichen Sie die Opdualag-Infusionslösung intravenös über einen Zeitraum von 30 Minuten.
Verwenden Sie ein Infusionsset und einen sterilen, nicht-pyrogenen In‑Line- oder Zusatz-Filter mit geringer Proteinbindung (Porengrösse 0,2 μm bis 1,2 μm).
Die Opdualag-Infusionslösung ist mit EVA-, PVC- und Polyolefin-Behältern, PVC-Infusionssets und Inline-Filtern mit Polyethersulfon- (PES), Nylon- und Polyvinylidenfluorid- (PVDF) Membranen mit Porengrössen von 0,2 µm bis 1,2 µm kompatibel.
Verabreichen Sie nicht gleichzeitig andere Arzneimittel über den gleichen intravenösen Zugang.
Spülen Sie nach Verabreichung der Opdualag-Dosis die Leitung mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9%) Lösung zur Injektion oder 50 mg/ml (5%) Glukoselösung zur Injektion.
Entsorgung
Verbliebene Restmengen der Infusionslösung dürfen nicht zur weiteren Verwendung gelagert werden. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterialien sind gemäss den lokalen Bestimmungen zu entsorgen.
Zulassungsinhaberin
Bristol-Myers Squibb SA, Steinhausen.