ten Nebenwirkungen von Teplizumab gehören Lymphopenie (75 Prozent), Leukopenie (58 Prozent), Neutropenie (37 Prozent) und Ausschlag (36 Prozent). Die häufigste schwerwiegende Nebenwirkung war ein Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS). CRS-Symptome umfassen Fieber, Übelkeit, Atemnot, Kopf-, Muskel- und Knochenschmerzen sowie erhöhte Leberenzym- und Gesamtbilirubinwerte. Die Symptome traten typischerweise während der ersten fünf Tage der Behandlung auf und sollten mit Antipyretika, Antihistaminika und/oder Antiemetika behandelt werden. Weitere schwerwiegende Nebenwirkungen waren erhöhte Leberenzymwerte (Alanin- und Aspartat-Aminotransferase), Lympho- und Neutropenie sowie Infektionen. Es wurden bakterielle und virale Infektionen berichtet, darunter Gastroenteritis, Zellulitis, Pneumonie, Abszess und Sepsis.
Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen
Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe ist das Arzneimittel kontraindiziert.
Studien
Die Zulassung von Teplizumab basiert auf der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie TN-10 (DOI: 10.1056/NEJMoa1902226) mit 76 Patienten im Alter von 8 bis 49 Jahren mit T1D im Stadium 2. Die Teilnehmenden bekamen über 14 Tage entweder Teplizumab oder Placebo als Infusion. Die mediane Dauer bis zur Diagnose des T1D im Stadium 3 betrug 50 Monate unter Verum und 25 Monate unter Placebo. Während einer medianen Nachbeobachtungszeit von 51 Monaten war die Progression des T1D statistisch signifikant verzögert.
Follow-up-Studien zeigten einen anhaltenden Nutzen. In einer Nachbeobachtung über 2,5 Jahre (DOI: 10.1126/scitranslmed.abc8980) hatten 50 Prozent der Patienten aus der Teplizumab-Gruppe versus 22 Prozent aus der Placebogruppe noch keinen manifesten Diabetes entwickelt. Nach fünf Jahren waren es noch 36 Prozent (DOI: 10.1172/JCI177492).
Hintergrundinfos
Im Stadium 2 eines Typ-1-Diabetes (Prädiabetes) sind charakteristische Inselautoantikörper nachweisbar, die beispielsweise gegen Insulin, Glutamat-Decarboxylase, Tyrosin-Phosphatase oder gegen den Zinktransporter 8 gerichtet sind. Zudem ist bereits die Glucosetoleranz gestört und die Betazellmasse hat deutlich abgenommen. Vom Stadium 3 spricht man, wenn die Stoffwechselerkrankung symptomatisch wird, zum Beispiel mit übermäßigem Durst, häufigem Wasserlassen oder Gewichtsverlust, und eine Hyperglykämie messbar ist.
Besonderheiten
Teizeild ist bei Temperaturen von 2–8 °C (Kühlschrank) und vor Licht geschützt (Umkarton) zu lagern. Es darf nicht einfrieren.
Teizeild ist verschreibungspflichtig.