ührt zur Internalisierung des Teplizumab-CD3-Komplexes von der Oberfläche der T-Zellen, was die intrazelluläre Signalkaskade und Genexpression beeinflusst. Teplizumab bindet an CD4- und CD8-positive T-Zellen.
Der Wirkmechanismus ist noch nicht ganz geklärt. Über eine partielle agonistische Signalübertragung könnte es zur Deaktivierung und partiellen Erschöpfung von autoreaktiven CD8+ T-Lymphozyten kommen; damit wird die immunvermittelte Betazellzerstörung aufgehalten. Zugleich könnten regulatorische T-Zellen zunehmen, die wiederum aktivierte T-Zellen hemmen. Dies könnte eine erneute Balance des Immunsystems begünstigen und die Betazellfunktion länger erhalten.
Anwendungsweise und -hinweise
Teizeild wird einmal täglich an 14 aufeinanderfolgenden Tagen als intravenöse Infusion über mindestens 30 Minuten in einer an die Körperoberfläche angepassten Dosierung verabreicht. Von Tag 1 bis Tag 4 wird die Dosis gesteigert von 65 µg/m² auf 500 µg/m²; von Tag 5 bis Tag 14 bekommen die Patienten täglich 1030 µg/m² infundiert.
An den ersten fünf Tagen sollte eine Prämedikation mit einem nicht steroidalen Antirheumatikum oder Paracetamol, einem Antihistaminikum und gegebenenfalls einem Antiemetikum erfolgen. Bei Bedarf kann der Patient zusätzliche Dosen der Prämedikation bekommen.
Wird eine geplante Infusion versäumt, sollte die Behandlung fortgesetzt werden, indem die verbleibenden Dosen an den darauffolgenden Tagen infundiert werden, um den Behandlungszyklus zu vervollständigen. Die Behandlung darf maximal drei Tage unterbrochen werden.
Unter anderem bei stark erhöhten Leberenzym- oder Bilirubinwerten, anhaltender schwerer Lymphopenie, klinisch relevantem Abfall der Thrombozyten- oder Neutrophilenzahl oder des Hämoglobins über drei Tage sowie bei Auftreten einer schwerwiegenden Infektion sollte die Medikation beendet werden.
Teplizumab kann die Wirksamkeit von Impfstoffen verringern. Daher sollten alle altersgerechten Impfungen vor Behandlungsbeginn verabreicht werden. Inaktivierte oder mRNA-Impfungen werden innerhalb von zwei Wochen vor Beginn sowie während und bis zu sechs Wochen nach Abschluss der Behandlung nicht empfohlen. Für attenuierte Lebendimpfstoffe sind die Wartefristen noch länger: innerhalb von acht Wochen vor sowie während und bis zu 52 Wochen nach Abschluss der Therapie
Bei Patienten mit einer Komedikation, die erhebliche Leberfunktionsstörungen und Zytopenien auslösen kann, sowie bei Patienten, die andere Immunmodulatoren erhalten sollte Teizeild mit Vorsicht verabreicht werden.
Im Rahmen des Risk Management Plans stehen für Teizeild Schulungsmaterialien zur Risikominimierung zur Verfügung, darunter Leitfäden für Angehörige von Gesundheitsberufen und für Patienten.
Wichtige Wechselwirkungen
Bei Patienten mit einer Komedikation, die erhebliche Leberfunktionsstörungen und Zytopenien auslösen kann, sowie bei Patienten, die andere Immunmodulatoren erhalten sollte Teizeild mit Vorsicht verabreicht werden.
Nebenwirkungen
Zu den häufigs