| 简介:
部分中文他克莫司处方资料(仅供参考)
商品名:Advagraf Retard Kapseln
英文名:Tacrolimus
中文名:他克莫司膠囊
生产商:安斯泰来制药
药品介绍
Advagraf(Tacrolimus,他克莫司,FK506)是一种免疫抑制剂,可与细胞内结合蛋白(FKBP)形成复合物,通过抑制钙调磷酸酶,抑制IL-2转录,从而抑制T细胞活化、抑制TNF-α、IL-1β和IL-6产生及T细胞依赖的B细胞增殖作用,产生强大的免疫抑制作用,被用于抑制器官移植的免疫排斥。
作用机制
在分子水平上,他克莫司的作用似乎是通过与细胞溶质蛋白(FKBP12)结合来介导的,该蛋白负责化合物的细胞内积累。FKBP12-他克莫司复合物特异性和竞争性地结合并抑制钙调神经磷酸酶,导致T细胞信号转导途径的钙依赖性抑制,从而阻止一组离散细胞因子基因的转录。
他克莫司是一种高效的免疫抑制剂,在体外和体内实验中均已证明其活性。
特别是,他克莫司抑制细胞毒性淋巴细胞的形成,而细胞毒性淋巴细胞是导致移植排斥反应的主要原因。他克莫司抑制T细胞活化和T辅助细胞依赖性B细胞增殖,以及淋巴因子(如白细胞介素-2、-3和γ-干扰素)的形成和白细胞介素-2 受体的表达。
使用每日一次的他克莫司Advagraf进行的临床试验结果
适应症
预防成人肾脏或肝脏同种异体移植受者的移植排斥。
治疗成人患者对其他免疫抑制药物治疗耐药的同种异体移植排斥反应。
用法与用量
Advagraf是他克莫司的每日一次口服制剂。Advagraf治疗需要由合格且配备齐全的人员进行仔细监测。该药物只能由在免疫抑制治疗和移植患者管理方面经验丰富的医生开具处方,并开始改变免疫抑制治疗。
在没有临床监督的情况下,不应替代不同的他克莫司口服制剂。
在具有不同释放特性的他克莫司的不同口服制剂之间进行无意、无意或无监督的切换是不安全的。由于他克莫司全身暴露的临床相关差异,这可能导致移植排斥或不良反应发生率增加,包括免疫抑制不足或过度。患者应维持单一配方的他克莫司和相应的每日给药方案;配方或方案的改变只能在移植专家的密切监督下进行。在转换为任何替代制剂后,必须进行治疗药物监测并调整剂量以确保维持他克莫司的全身暴露。
剂量
下面介绍的推荐初始剂量仅用作指导。Advagraf通常在术后初期与其他免疫抑制剂联合使用。剂量可根据所选择的免疫抑制方案而变化。 Advagraf给药应主要基于每个患者的排斥和耐受性的临床评估,并辅以血液水平监测(见下文“治疗药物监测”)。如果排斥的临床体征很明显,则应考虑改变免疫抑制方案。
在从头肾脏和肝脏移植患者中,与同等剂量的速释胶囊(Prograf) 相比,他克莫司在第1天使用Advagraf的AUC0-24分别降低了30%和50%。到第 4天,使用两种制剂的肾移植和肝移植患者通过谷值测量的全身暴露相似。建议在移植后的前两周用 Advagraf 仔细和频繁地监测他克莫司的谷水平,以确保在移植后立即有足够的药物暴露。由于他克莫司是一种清除率低的物质,调整 Advagraf 剂量方案可能需要几天时间才能达到稳定状态。
为了抑制移植排斥,必须维持免疫抑制;因此,对口服治疗的持续时间没有限制。
肾移植排斥反应的预防
Advagraf治疗应以0.20-0.30mg/kg/天的剂量开始,每天早晨给药一次。给药应在手术完成后24小时内开始。
Advagraf剂量通常在移植后阶段减少。在某些情况下,可能会退出伴随的免疫抑制治疗,导致Advagraf单药治疗。移植后患者状况的变化可能会改变他克莫司的药代动力学,并可能需要进一步调整剂量。
预防肝移植排斥反应
Advagraf治疗应以0.10-0.20mg/kg/天的剂量开始,每天早上给药一次。应在手术完成后大约12-18小时开始给药。
Advagraf剂量通常在移植后阶段减少。在某些情况下,可能会退出伴随的免疫抑制治疗,导致Advagraf单药治疗。移植后患者病情的改善可能会改变他克莫司的药代动力学,并可能需要进一步调整剂量。
将Prograf治疗的患者转换为Advagraf
维持每天两次Prograf胶囊剂量的同种异体移植患者需要转换为每天一次Advagraf,应按1:1(mg:mg) 总日剂量转换。Advagraf应在早上给药。
在以1:1(mg:mg) 总日剂量为基础从Prograf胶囊(每天两次)转换为 Advagraf(每天一次)的稳定患者中,Advagraf 对他克莫司的全身暴露量(AUC0-24)比对于Prograf。Advagraf的他克莫司谷浓度(C24)和全身暴露(AUC0-24)之间的关系与Prograf相似。当从Prograf胶囊转换为 Advagraf时,应在转换前和转换后两周内测量谷浓度。转换后,应监测他克莫司的谷浓度,并在必要时调整剂量以维持类似的全身暴露。应调整剂量以确保维持类似的全身暴露。
从环孢素转化为他克莫司
将患者从基于环孢素的治疗转换为基于他克莫司的治疗时应小心。不推荐环孢素和他克莫司联合用药。在考虑环孢素血药浓度和患者的临床状况后,应开始 Advagraf 治疗。出现环孢素血浓度升高时应延迟给药。实际上,在停用环孢素后12-24小时开始以他克莫司为基础的治疗。转换后应继续监测环孢素的血液水平,因为环孢素的清除可能会受到影响。
治疗同种异体排斥反应
增加他克莫司的剂量、补充皮质类固醇治疗和引入短期单克隆/多克隆抗体都已用于控制排斥反应。如果注意到严重不良反应等毒性迹象,则可能需要减少Advagraf的剂量。
肾或肝移植后同种异体移植排斥反应的治疗
对于从其他免疫抑制剂转换为每天一次 Advagraf,治疗应从肾移植和肝移植推荐的初始口服剂量开始,以预防移植排斥。
心脏移植术后排斥反应的治疗
在转换为Advagraf的成年患者中,初始口服剂量为0.15mg/kg/天,每天早晨给药一次。
其他同种异体移植物移植后同种异体排斥反应的治疗
尽管在肺、胰腺或肠移植患者中没有使用Advagraf的临床经验,但Prograf已用于肺移植患者,初始口服剂量为0.10-0.15mg/kg/天,胰腺移植患者初始口服剂量为0.2mg/kg/天,在肠移植中初始口服剂量为0.3mg/kg/天。
治疗药物监测
给药应主要基于对每个患者的排斥和耐受性的临床评估,并辅以全血他克莫司谷浓度监测。
作为优化剂量的辅助手段,有几种免疫测定法可用于确定全血中他克莫司的浓度。应谨慎评估已发表文献中的浓度与临床实践中的个别值的比较,并了解所采用的检测方法。在当前的临床实践中,使用免疫测定方法监测全血水平。他克莫司谷浓度(C24)和全身暴露(AUC 0-24)之间的关系在两种制剂Advagraf和Prograf之间相似。
在移植后期间应监测他克莫司的血谷浓度。他克莫司血谷浓度应在Advagraf给药后大约24小时,即下一次给药之前确定。建议在移植后的最初两周内进行频繁的谷液监测,然后在维持治疗期间进行定期监测。在从Prograf转换为 Advagraf、调整剂量、改变免疫抑制方案或共同给药可能会改变他克莫司全血浓度的物质后,还应密切监测他克莫司的血谷浓度。血药浓度监测的频率应根据临床需要而定。由于他克莫司是一种清除率低的物质,调整Advagraf剂量方案后,可能需要几天时间才能达到目标稳态。
来自临床研究的数据表明,如果他克莫司的血谷浓度保持在20ng/ml以下,大多数患者可以成功治疗。在解释全血水平时,有必要考虑患者的临床状况。在临床实践中,肝移植受者的全血谷浓度通常在5-20ng/ml的范围内,而在移植后早期的肾脏和心脏移植患者中,全血谷浓度通常在10-20ng/ml的范围内。在随后的维持治疗期间,肝脏、肾脏和心脏移植受者的血液浓度通常在5-15ng/ml的范围内。
特殊人群
肝功能损害
为将他克莫司血谷浓度维持在推荐的目标范围内,可能需要在严重肝功能损害的患者中减少剂量。
肾功能不全
由于他克莫司的药代动力学不受肾功能影响,因此无需调整剂量。然而,由于他克莫司的潜在肾毒性,建议仔细监测肾功能(包括连续血清肌酐浓度、肌酐清除率的计算和尿量监测)。
种族
与白种人相比,黑人患者可能需要更高的他克莫司剂量才能达到相似的谷水平。
性别
没有证据表明男性和女性患者需要不同的剂量才能达到相似的谷水平。
老年人
目前没有证据表明应调整老年人的剂量。
儿科人群
尚未确定Advagraf在18岁以下儿童中的安全性和有效性。可用数据有限,但无法对剂量学提出建议。
给药方法
Advagraf是他克莫司的每日一次口服制剂。建议每天早上服用一次 Advagraf的每日口服剂量。从水泡中取出后应立即服用Advagraf缓释硬胶囊。应建议患者不要吞咽干燥剂。胶囊应与液体(最好是水)一起吞服。Advagraf 通常应在空腹或餐前至少1小时或餐后2至3小时给药,以达到最大吸收。忘记的早晨剂量应在同一天尽快服用。第二天早上不应服用双倍剂量。
对于在移植后立即无法服用口服药物的患者,他克莫司可以静脉内开始治疗(参见Prograf 5mg/ml浓缩液输注溶液的产品特性总结),剂量约为推荐剂量的 1/5相应适应症的口服剂量。
禁忌症
对他克莫司或列出的任何赋形剂过敏
对其他大环内酯类过敏
保质期
3年
打开铝包装后:1年
储存的特别注意事项
存放在原包装中以防止受潮。
容器的性质和内容
透明PVC/PVDC铝制泡罩或单位剂量穿孔泡罩,包裹在铝制包装纸中,每个泡罩含有10个胶囊的干燥剂。
Advagraf 0.5毫克缓释硬胶囊
包装规格:30、50和100个泡罩缓释硬胶囊或30×1、50×1 和 100×1缓释硬胶囊在单位剂量穿孔泡罩中。
Advagraf 1毫克缓释硬胶囊
包装规格:30、50、60 和 100 粒泡罩缓释硬胶囊或 30×1、50×1、60×1和100×1缓释硬胶囊在单位剂量穿孔泡罩中。
Advagraf 3毫克缓释硬胶囊
包装规格:30、50和100个泡罩缓释硬胶囊或30×1、50×1和100×1缓释硬胶囊在单位剂量穿孔泡罩中。
Advagraf 5毫克缓释硬胶囊
包装规格:30、50和100个泡罩缓释硬胶囊或30×1、50×1和100×1缓释硬胶囊在单位剂量穿孔泡罩中。
请参阅随附的Advagraf完整处方信息:
https://www.medicines.org.uk/emc/product/345/smpc
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Advagraf Retard Kapseln 0.5mg 50Stück
Was ist Advagraf und wann wird es angewendet?
Advagraf gehört zur Klasse der sogenannten Immunsuppressiva.
Nach erfolgter Organtransplantation (z.B. Leber- oder Nierentransplantation) versucht Ihr Immunsystem, das neue Organ abzustossen. Advagraf soll Ihr Immunsystem unter Kontrolle halten und Ihrem Körper die Annahme des transplantierten Organs ermöglichen.
Es hindert das Immunsystem Ihres Körpers daran, die frisch transplantierte Leber oder Niere abzustossen.
Advagraf wird häufig zusammen mit anderen Medikamenten verwendet, die ebenfalls das Immunsystem hemmen.
Sie erhalten Advagraf um Prograf zu ersetzen, wenn Ihr Leber- oder Nierentransplantat stabil ist.
Dieses Arzneimittel ist für Sie persönlich und darf nur von einem Arzt verschrieben werden. Geben Sie es niemand anderem weiter.
Was sollte dazu beachtet werden?
Während der Einnahme von Advagraf möchte Ihr Arzt vielleicht gelegentlich verschiedene Tests durchführen (besonders Blut- und Urinanalysen, Untersuchungen der Herzfunktion, Seh- und neurologische Tests). Dies ist absolut normal und hilft ihm, die für Sie am besten geeignete Advagraf-Dosis zu bestimmen.
Durch seine Wirkungsweise vermindert Advagraf die Widerstandskraft des Körpers gegenüber Infektionen. Sie sollen daher jedes Ansteckungsrisiko vermeiden und dem behandelnden Arzt jedes Anzeichen einer Infektion wie Schnupfen, Halsschmerzen, eitrige Verletzungen etc. melden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie Leberprobleme haben oder eine Erkrankung gehabt haben, die die Leber beeinträchtigte, da dies einen Einfluss auf Ihre Advagraf-Dosierung haben könnte.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie seit mehr als einem Tag Durchfall haben, da Ihre Advagraf-Dosis vielleicht angepasst werden muss.
Stellen Sie sicher, dass Sie immer dasselbe Tacrolimus (Wirkstoff) Arzneimittel erhalten, wenn Sie Ihr Rezept einlösen, es sei denn Ihr Facharzt hat ausdrücklich einem Wechsel des Tacrolimus Arzneimittels zugestimmt. Das vorliegende Arzneimittel soll einmal am Tag eingenommen werden. Wenn Sie ein Arzneimittel erhalten, dessen Aussehen oder Bezeichnung vom gewohnten abweicht oder die Dosierungsanweisungen verändert sind, sprechen Sie bitte so schnell wie möglich mit Ihrem behandelnden Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin, damit gewährleistet ist, dass Sie das richtige Arzneimittel bekommen haben. Eine Umstellung zwischen verschiedenen Tacrolimus-Arzneimitteln ist gefährlich und kann zur Transplantatabstossung führen. Die Umstellungen der Tacrolimus-Arzneimittel oder der Dosierungsanweisung sollte nur unter der engmaschigen Kontrolle eines in der Transplantation erfahrenen Mediziners vorgenommen werden.
Wann darf Advagraf nicht eingenommen werden?
Wenn Sie gegen Tacrolimus, den Wirkstoff von Advagraf, oder einen der sonstigen Bestandteile der Kapsel oder gegen Antibiotika der Familie der Makrolide (Erythromycin, Oleandomycin, Spiramycin, Clarithromycin etc.) allergisch sind, dürfen Sie Advagraf nicht einnehmen.
Wann ist bei der Einnahme von Advagraf Vorsicht geboten?
Die Konzentration von Advagraf im Blut kann durch andere Arzneimittel beeinflusst werden, ebenso wie Advagraf die Blutkonzentration anderer Arzneimittel verändern kann. Möglicherweise muss die Dosierung von Advagraf dann ausgesetzt, erhöht oder herabgesetzt werden.
Deshalb müssen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen, wenn Sie gegenwärtig oder zuvor Folgendes eingenommen haben:
ein anderes Medikament, einschliesslich rezeptfrei gekaufte
ein Phytotherapeutikum (pflanzliches Arzneimittel).
Ebenfalls müssen Sie Ihren Arzt oder Apotheker verständigen, wenn Sie Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, die folgende Wirkstoffe enthalten:
Antimykotika (z.B. Ketoconazol, Fluconazol, Itraconazol, Voriconazol, Clotrimazol, Isavuconazol) und Antibiotika (z.B. Rifabutin), vor allem sogenannte Macrolid-Antibiotika (z.B. Erythromycin, Rifampicin, Clarithromycin, Josamycin). Diese Medikamente werden zur Behandlung von Infektionen eingesetzt.
Letermovir, ein Virostatikum, das zur Behandlung von CMV-Infektionen eingesetzt wird.
HIV-Protease-Hemmer, z.B. Ritonavir, Nelfinavir, Saquinavir, den Wirkungsverstärker Cobicistat, und Kombinationstabletten, die zur Behandlung von HIV-Infektionen eingesetzt werden.
HCV-Protease-Inhibitoren (z.B. Telaprevir, Boceprevir und die Kombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir), die zur Behandlung von Hepatitis C eingesetzt werden.
Nilotinib und Imatinib, die zur Behandlung von bestimmten Krebserkrankungen eingesetz werden
Mycophenolsäure, angewendet zur Unterdrückung des Immunsystems, um eine Transplantatabstoßung zu verhindern
Omeprazol, Lansoprazol oder Cimetidin, die zur Prävention oder Behandlung von Magengeschwüren verwendet werden.
Metoclopramid zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen.
Cisaprid oder Magnesium-Aluminium-Hydroxid, zur Behandlung von Sodbrennen.
Die Pille oder andere Hormonbehandlungen mit Ethinylestradiol, Hormonbehandlungen mit Danazol.
Nifedipin, Nicardipin, Diltiazem und Verapamil oder andere Arzneimittel, die zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzbeschwerden angewendet werden.
Antiarrhytmika (Amiodaron) zur Kontrolle von Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen).
Arzneimittel, so genannte «Statine», die zur Behandlung erhöhter Cholesterin- und Triglyceridspiegel eingesetzt werden.
Phenytoin oder Phenobarbital, angewendet zur Behandlung der Epilepsie.
Prednisolon und Methylprednisolon, die zur Gruppe der Kortikosteroide gehören.
Nefazodon, angewendet zur Behandlung von Depressionen.
(Chinesische) pflanzliche Präparate die Extrakte von Schisandra sphenanthera (auch bekannt als «Südliche Magnolienrebe» (engl. southern magnolia vine) oder «Südliche 5-Geschmacksbeere» (engl. southern five-flavour-berry)) enthalten.
Pflanzliche Präparate die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.
Gerinnungshemmer und orale Antidiabetika.
Entzündungshemmer wie Ibuprofen oder Diclofenac (NSAR).
Advagraf darf nicht mit Ciclosporin zusammen verabreicht werden. Bei Patienten, die Tacrolimus im Anschluss an eine Ciclosporin-Behandlung erhalten, ist Vorsicht geboten.
Vorsicht ist ausserdem geboten, wenn bei Ihnen oder in Ihrer Familie bereits Herzkrankheiten (QT Syndrom, Herzversagen oder Rhythmusstörungen) aufgetreten sind.
Kinder und Jugendliche: Die Anwendung und Sicherheit von Advagraf bei Kindern und Jugendlichen sind bis heute nicht untersucht worden. Daher ist Advagraf für Kinder und Jugendliche nicht empfohlen.
Ihr Arzt muss auch wissen, ob Sie während einer Behandlung mit Advagraf kaliumhaltige Nahrungsergänzungsmittel oder kaliumsparende Diuretika, (z.B. Amilorid, Triamteren oder Spironolacton), bestimmte Schmerzmittel (sogenannte nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel NSAID bzw. NSAR wie z.B. Ibuprofen), Gerinnungshemmer oder orale Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus, das Antimykotikum Amphotericin B oder die Virostatika Aciclovir und Ganciclovir oder Antibiotika wie Aminoglykoside, Cotrimoxazol und Vancomycin einnehmen.
Vermeiden Sie Grapefruit und Grapefruitsaft während der Behandlung mit Advagraf.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt vor einer eventuell erforderlichen Impfung, weil die Impfung einerseits weniger wirksam sein kann und andererseits attenuierte Lebendimpfstoffe vermieden werden müssen. Ihr Arzt wird Sie über das weitere Vorgehen beraten.
Sie sollten während der Einnahme von Advagraf die Einwirkung von Sonne und UV (ultravioletten)-Strahlen einschränken, da Immunsuppressiva das Risiko für bösartige Hautveränderungen erhöhen könnten. Tragen Sie geeignete schützende Kleidung und verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit einem hohen Schutzfaktor.
Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Advagraf Folgendes auftritt: Probleme mit Ihrem Sehvermögen, wie z.B. verschwommenes Sehen, Veränderungen des Farbsehens, Schwierigkeiten beim Erkennen von Einzelheiten oder Einschränkungen Ihres Gesichtsfeldes.
Wenn Sie sich nach Einnahme von Advagraf schwindelig oder schläfrig fühlen oder verschwommen Sehen, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder gefährliche Maschinen bedienen, bevor die Symptome nicht verschwunden sind. Diese Wirkungen können durch Konsum von Alkohol während der Einnahme von Advagraf verstärkt werden.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie:
an anderen Krankheiten leiden,
Allergien haben oder
andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Es sind Fälle bekannt bei denen es während der Behandlung mit Advagraf zu Perforationen im Bereich des Magens bzw. des Darms gekommen ist, was lebensbedrohlich sein kann. Typische Symptome dafür sind u.a. heftige Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei Auftreten von den genannten Symptomen sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren. Sämtliche untersuchten Fälle konnten auf andere Ursachen zurückgeführt werden als auf Advagraf, wie z.B. Komplikationen während des chirurgischen Eingriffs (Transplantation), durch Infektionen, durch Divertikel (sackförmige Ausstülpungen) oder durch bösartige Gewebewucherung (Tumor).
Darf Advagraf während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Wenn Sie denken, dass Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, dürfen Sie Advagraf nur auf ausdrückliche Anweisung Ihres Arztes einnehmen.
Advagraf geht in die Muttermilch über. Deshalb dürfen Sie während der Einnahme von Advagraf nicht stillen.
Wie verwenden Sie Advagraf?
Nehmen Sie Advagraf immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Anfangsdosis zur Verhinderung einer Abstossung Ihres Transplantats wird von Ihrem Arzt bestimmt und unter Berücksichtigung Ihres Körpergewichts berechnet.
Die Dosis von Advagraf hängt von Ihrem Allgemeinzustand und von der Art der gleichzeitig gegebenen anderen Immunsuppressiva ab. Nach Beginn Ihrer Behandlung mit Advagraf wird Ihr Arzt häufig Blutuntersuchungen durchführen, um die korrekte Dosis von Advagraf festlegen zu können. Damit Ihr Arzt die richtige Dosis ermitteln und von Zeit zu Zeit einstellen kann, muss er anschliessend regelmässig Blutuntersuchungen durchführen.
Sobald sich Ihr Zustand stabilisiert hat, wird Ihr Arzt gewöhnlich die Dosis von Advagraf herabsetzen. Er sagt Ihnen genau, wie viele Kapseln Sie einnehmen müssen und wie häufig.
Advagraf ist einmal täglich am Morgen einzunehmen. Advagraf sollte auf leeren Magen (nüchtern) oder mindestens 1 Stunde vor oder 2-3 Stunden nach einer Mahlzeit unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen werden.
Das im Schutzbeutel für die Kapseln enthaltene Trockenmittel darf nicht geschluckt werden.
Nehmen Sie nie mehr als die vom Arzt verschriebene Dosis. Es ist sehr wichtig, dass Sie seine Anweisungen genau befolgen.
Wenn Sie die Einnahme von Advagraf abbrechen
Bei Beendigung der Behandlung mit Advagraf kann sich das Risiko einer Abstossung Ihres Transplantats erhöhen. Die Behandlung darf nur auf Anweisung Ihres Arztes abgebrochen werden.
Wenn Sie eine grössere Menge von Advagraf eingenommen haben, als Sie sollten
Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt oder die Notfallabteilung des nächstgelegenen Krankenhauses.
Wenn Sie die Einnahme von Advagraf vergessen haben
Wenn Sie am Morgen vergessen haben, die Kapseln einzunehmen, holen Sie dies bitte am gleichen Tag zum frühest möglichen Zeitpunkt nach. Nehmen Sie nicht am nächsten Morgen die doppelte Dosis ein.
Ändern Sie nicht von sich aus die vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Advagraf haben?
Schwerwiegende Nebenwirkungen, einschliesslich allergische und anaphylaktische Reaktionen können auftreten. Als Folge der Immunosuppression wurden gutartige und bösartige Tumoren beobachtet.
Es wurden Fälle von Pure Red Cell Aplasia (eine sehr schwere Reduktion der Anzahl roter Blutzellen), Agranulozytose (eine schwere Reduktion der Anzahl weisser Blutzellen), hämolytischer Anämie (erniedrigte Anzahl an roten Blutzellen wegen anormalem Abbau), und febriler Neutropenie (Abnahme der Zahl der weissen Blutkörperchen, begleitet von Fieber) berichtet.
Advagraf kann die folgenden Nebenwirkungen verursachen:
Infektionen
Advagraf schwächt die Abwehrmechanismen Ihres Körpers, damit das Transplantat nicht abgestossen wird. Dadurch kann sich der Organismus nicht so stark wie üblich gegen Infektionen wehren. Sie sind daher während der Behandlung mit Advagraf möglicherweise empfindlicher gegen Infektionen als sonst. Lokale oder allgemeine Infektionen (viral, bakteriell, durch Pilze oder anderes) können daher auftreten.
Störungen des Blut- und Lymphsystems
Häufig: Reduktion der Anzahl von Blutkörperchen (Blutplättchen, rote und weisse Blutkörperchen), erhöhte Anzahl weisser Blutkörperchen, Veränderung der Blutgerinnung und der Anzahl roter Blutkörperchen.
Selten: Verringerung der Anzahl aller Blutkörperchen, leichte Blutungen unter der Haut durch Blutgerinnsel.
Störungen des Immunsystems
Gelegentlich: allergische Reaktionen.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig: Hyperglykämie (erhöhter Blutzuckerspiegel), Diabetes mellitus, erhöhter Kaliumspiegel im Blut.
Häufig: verminderter Magnesium-, Phosphat-, Kalium-, Calcium- und Natriumspiegel im Blut, Flüssigkeitsüberbelastung, erhöhte Harnstoff- oder Lipidspiegel im Blut, Appetitminderung, metabolische Azidose.
Gelegentlich: Dehydratation, Abnahme der Protein- oder Blutzuckerspiegel, Gewichtsabnahme, erhöhte Phosphatspiegel im Blut.
Sehr selten: Zunahme des Fettgewebes.
Psychiatrische Störungen
Sehr häufig: Schlaflosigkeit.
Häufig: Angstzustände, Verwirrtheit und Desorientiertheit, Depression, Stimmungsstörungen, Alpträume, Halluzinationen, Geisteskrankheiten.
Gelegentlich: Andere psychotische Störungen.
Störungen des Nervensystems
Sehr häufig: Zittern, Kopfschmerzen.
Häufig: Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen, Kribbeln und Ameisenlaufen in den Händen und Füssen, Schwindelgefühl, Schreibstörung, Störungen des Nervensystems.
Gelegentlich: Koma, Hirnblutungen, Lähmungen, Störungen im Zentralnervensystem und Hirnschlag, Sprach- und Artikulationsstörungen, Gedächtnisstörungen.
Selten: Vermehrte Muskelsteifheit.
Sehr selten: Muskelschwäche.
Augenleiden
Häufig: Verschwommenes Sehen, gesteigerte Lichtempfindlichkeit.
Gelegentlich: Glaskörpertrübung.
Selten: Blindheit.
Funktionsstörungen des Ohrs
Häufig: Ohrensausen.
Gelegentlich: Hörschwäche.
Selten: Taubheit.
Funktionsstörungen des Herzens
Häufig: verminderter Blutfluss in den Herzgefässen, beschleunigte Herzfrequenz (schnellerer Herzschlag).
Gelegentlich: Arrhythmie (unregelmässiger Herzschlag), Herzstillstand, Herzinsuffizienz (d.h. verminderte Herzfunktion), Beeinträchtigung des Herzmuskels, Herzhypertrophie (vergrössertes Herzvolumen), Herzklopfen, (beschleunigter Herzschlag), Auffälligkeiten bei EKG-Untersuchungen, abnormer Puls und Herzfrequenz, Schockzustand, Herzinfarkt.
Selten: Flüssigkeitsansammlung um das Herz.
Sehr selten: Abnormales Echokardiogramm, verlängertes QT-Intervall im EKG, Torsades de Points (Herzrasen).
Funktionsstörungen der Gefässe
Sehr häufig: Bluthochdruck.
Häufig: Blutungen, teilweise oder vollständige Verstopfung eines Blutgefässes, niedriger Blutdruck.
Gelegentlich: Gerinnsel in einer Arm- oder Beinvene.
Störungen der Atemwege
Häufig: Atemnot, Veränderung des Lungengewebes, Flüssigkeitsansammlung um die Lungen, Halsentzündungen, Husten, verstopfte Nase.
Gelegentlich: erschwertes Atmen, Asthma, Lungeninfiltrate (Flüssigkeit in der Lunge).
Selten: Akutes Atemnotsyndrom.
Gastrointestinale Störungen
Sehr häufig: Durchfall, Übelkeit.
Häufig: Entzündungen oder Geschwüre, die zu Magenschmerzen oder Durchfall führen, Magenblutungen, Geschwüre und Perforationen des Verdauungstraktes (Magen oder Darm), Entzündungen oder Geschwüre im Mund, Flüssigkeitsansammlung im Bauch, Erbrechen, Magen- und Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Flatulenz, Blähungen, loser Stuhl.
Gelegentlich: Darmverschluss, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, erhöhte Blutamylasewerte, gastroösophagealer Reflux, verzögerte Magenentleerung.
Selten: Bildung einer Zyste im Pankreas subileus (mit Darmverschluss).
Funktionsstörungen der Leber und der Galle
Häufig: Abnorme Leberenzymwerte und Leberfunktion, Gelbverfärbung der Haut aufgrund von Leberstörungen (Gelbsucht), Veränderungen des Lebergewebes und Leberentzündung.
Selten: Störungen des Blutflusses in der Leber.
Sehr selten: Leberversagen, Verengung der Gallengänge.
Funktionsstörungen der Haut
Häufig: Hautausschlag, Ekzem, Haarausfall, Akne, starkes Schwitzen.
Gelegentlich: Dermatitis, Gefühl von Sonnenbrand.
Selten: Schwere Erkrankung mit Blasenbildung auf der Haut, im Mund, an den Augen und den Geschlechtsorganen.
Störungen der Muskeln und Gelenke
Häufig: Gelenk-, Glieder- oder Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe.
Gelegentlich: Gelenkserkrankungen.
Störungen des Nieren-, Harn- und Reproduktionssystems
Sehr häufig: Abnormale Nierenfunktion.
Häufig: Verminderte Harnausscheidung, eingeschränkte Nierenfunktion, Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen.
Gelegentlich: Harnverhalten, Menstruationsschmerzen, unregelmässige Menstruation, toxische Nierenerkrankung (medikamentenbedingte Nierenbeschwerden).
Sehr selten: Schmerzhaftes Wasserlassen mit Blut im Urin.
Allgemeine Störungen
Häufig: Allgemeine Schwäche, Fieber, Wasseransammlung im Körper, Schmerzen und Unwohlsein, gestörtes Empfinden der Körpertemperatur, Gewichtszunahme.
Gelegentlich: Multiples Organversagen, grippeartige Erkrankung, gesteigertes Wärme- oder Kälteempfinden, Engegefühl in der Brust, Reizbarkeit, Gefühl, sich nicht im Normalzustand zu befinden. Erhöhung des Laktatspiegels im Blut, Gewichtsverlust.
Selten: Durst, Abnahme der Beweglichkeit, Beklemmung in der Brust (Gefühl eines Gewichtes auf der Brust).
Sehr selten: Zunahme des Fettgewebes.
Verletzungen und Komplikationen
Häufig: Funktionsstörung des transplantierten Organes.
Wenn Sie sich nicht wohl fühlen oder Nebenwirkungen erleiden, informieren Sie bitte umgehend Ihren behandelnden Arzt.
Was ist ferner zu beachten?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Advagraf darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Dieses Verfalldatum ist auch auf dem Aluminiumbeutel und dem Blister aufgedruckt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Die Kapseln sind erst unmittelbar vor der Einnahme aus dem Blister zu nehmen. Die Kapseln müssen innerhalb von 12 Monaten nach Öffnen des Aluminiumbeutels verwendet werden. In der Originalverpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C) vor Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Wenn Ihr Arzt beschliesst, die Therapie abzubrechen, bringen Sie bitte die übrig bleibenden Advagraf-Kapseln in die Apotheke.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Advagraf enthalten?
Advagraf Retardkapseln sind in 4 verschiedenen Dosierungen erhältlich.
Advagraf 0,5 mg, orange-gelbe Kapseln
Wirkstoff: 0,5 mg Tacrolimus.
Advagraf 1 mg, orange-weisse Kapseln
Wirkstoff: 1 mg Tacrolimus.
Advagraf 3 mg, orange-orange Kapseln
Wirkstoff: 3 mg Tacrolimus.
Advagraf 5 mg, orange-grau-rote Kapseln
Wirkstoff: 5 mg Tacrolimus.
Hilfsstoffe für alle 4 Dosierungen: Hypromellose, Ethylcellulose, Lactosemonohydrat, Magnesiumstrearat, Gelatine, Titandioxyd (E 171), Eisenoxid gelb (E 172), Eisenoxid rot.
Die Gelatinekapseln mit verzögerter Wirkstofffreisetzung enthalten ein weisses Pulver und sind beschriftet mit «0,5 mg» oder «1 mg» oder «3 mg» oder «5 mg» auf dem Oberteil der Kapsel bzw. «✶647», «✶677», «✶637» und «✶687» auf dem orangen Unterteil der Kapsel.
Zulassungsnummer
58809 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Advagraf? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.
Packungen:
50 Retardkapseln zu 0,5 mg.
50 Retardkapseln zu 1 mg.
50 Retardkaspeln zu 3 mg.
50 Retardkapseln zu 5 mg.
Zulassungsinhaberin
Astellas Pharma AG, 8304 Wallisellen. |